sonstige Acts
Kunst auf dem Festival
Konzerte, Kulinarisches und Kurioses - und wie schon letztes Jahr wird das Uferlos-Festival um ein weiteres K ergänzt: die Kunst. Neben den kommerziellen Marktständen schafft das Organisations-Team Raum für Kultur, in dem es zeitgenössische Künstler eingeladen hat, ein künstlerisches Projekt für das Festival zu konzipieren.
Alexis Dworsky (www.alexisdworsky.de) trägt zum Festival eine Kunst-Aktion bei, die direkt in das Geschehen auf dem Festival-Gelände eingreift. Edith Kronawitter (www.buchet8.de) entwickelt eine Sound-Installation, die den Besuchern des Festivals an ungewöhnlicher Stelle begegnet und mit einem akustischen Zeitsprung in andere Welten, entführt. Der künstlerische Beitrag, den Karl-Heinz Einberger im letzten Jahr für das Festival entwickelt hat, dürfte einigen Besuchern noch in Erinnerung sein: sein „tabledance" ist ein Remix aus bewährten Komponenten eines Festivals, nämlich Biertischen, Bierbänken und rhythmischer Bewegung.
Alexis Dworsky - Murmelbahn

Ein Kunstwerk nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum selbst ausprobieren stellt die Murmelbahn dar. Nur eins von vielen Kunstwerken auf dem Festival.
Ifeanyi C. Okolo
Der deutsch-afrikanische Musiker und Bildhauer hat bereits 2009 eine einzigartige Skulptur für das Uferlos-Festival gestaltet. Dabei ist es eine Freude dem Wirbelwind mit dem sonnigen Gemüt zuzusehen, wie er dem riesigen Holzstamm wunderbar proportionierte Figuren entlockt.
"Tabledance"

Karl-Heinz Einberger arbeitet als Bildhauer und Medienkünstler. Er lehrt Bildende Kunst an der Fakultät für Architektur und ist Lehrbeauftragter an der Akademie der Bildenden Künste München. (www.netzhal.de)
Performance Acts
Des Wahnsinns kleine Brüder

Von wegen düsteres Mittelalter! Wenn die beiden Comedykrieger mit ihrem Jungdrachen "Eumel" und der Kanone "Schlanke Anne" den Platz unsicher machen, ist ihnen jede Menge Aufmerksamkeit gewiss. Sie werden das Festival mehrmals beehren. Bei Kanonendonner und plötzlichen Menschenaufläufen gilt es also nicht sich in Sicherheit zu bringen, sondern zuzusehen und Spaß zu haben.
Erwachsenenacts im Kinder- und Theaterzelt
"Der Gott des Gemetzels" ( 8.Mai, 20:00 Uhr )
Theaterstück von Yasmina Reza
Der Gott des Gemetzels ist die wohl brillanteste Wort-Schlacht zwischen zwei Paaren seit Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf. Nur witziger. Das Ehepaar Veronika und Michael Hubertus empfängt in ihrer Wohnung das Ehepaar Annette und Alwin Reimann. Der elfjährige Ferdinand Reimann hat den gleichaltrigen Bruno Hubertus in der Schule mit einem Stock verprügelt und ihm dabei zwei Schneidezähne ausgeschlagen. Die daraus resultierenden Probleme sollen nun in einem gepflegten Gespräch im Wohnzimmer der Hubertus` aus dem Weg geräumt werden. Beide Elternpaare sind fest entschlossen, die Sache liberal und großzügig aus der Welt zu schaffen. Wie unter zivilisierten Menschen eben. Doch was als versöhnungsambitioniertes Treffen beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Reise durch Beziehungs- und Erziehungshöllen. Aus kleinen Differenzen entwickeln sich unüberwindbare Widersprüche, dezent geäußerte Kritik steigert sich zur Hassrede. Am Ende erscheint die Rauferei der Kinder gegenüber der entfesselten Aggression der Eltern in der Tat als harmlose Bagatelle.
Jörg Juretzka: Lesung aus seinem Werk "Rotzig & Rotzig"
(15.Mai, 18:30 Uhr)
Geboren 1955, ist Jörg Juretzka gelernter Zimmermann und baute Blockhütten in Kanada, bevor er sich aufs Schreiben konzentrierte. Zuletzt erschienen bei Rotbuch »Alles total groovy hier« (2009) und die 4. Auflage von »Der Willy ist weg« (2009).
präsentiert von Bücher Pustet:
Jörg Juretzka
Rotzig & Rotzig
Kriminalroman
Kristof Kryszinski hatte sich den Empfang an seinem neuen Arbeitsplatz etwas anders vorgestellt. Im Problembezirk Wohnpark Nord soll er als Hausmeister inkognito eine Einbruchserie aufklären.
Zur Begrüßung fällt ihm der vorherige Hausmeister aus dem zehnten Stock des Hochhauses vor die Füße. In einem Abschiedsbrief schreibt er seinem Nachfolger nur einen Satz: »Pass bloß auf auf die beiden Zwillinge!« Kryszinski weiß zu diesem Zeitpunkt noch nichts damit anzufangen.
Bei der ersten Begegnung sind ihm die beiden rotznasigen Jungs bereits unangenehm aufgefallen. Ist der Satz als Warnung oder als Aufforderung zu verstehen, und was verbirgt sich hinter den Vorfällen im Wohnpark Nord? Auf den ersten Blick scheinen die Jungs für unaufgeklärten die Diebstähle verantwortlich zu sein und werden daraufhin in ein Kinderheim gesteckt. Dort verweilen sie allerdings nicht lange, sondern gelangen verdächtig schnell nach Luxemburg in die Familie eines reichen Diamantenhändlers.
Der Schein trügt jedoch: Kryszinski kommt einem Kinderschänderring auf die Schliche, der sich bis in höchste Kreise erstreckt. Eins ist klar: Gewöhnliche Ermittlungspraktiken helfen ihm jetzt nicht mehr weiter...
Jugendversammlung - Projektgruppe Jugend und Familie
( 16.Mai, 18:00 Uhr)
Die Projektgruppe Jugend & Familie des Agenda- und Sozialbeirats befasst sich seit längerer Zeit schon mit der Frage, wie unsere jungen Bürger besser an der politischen Willensbildung beteiligt werden können. Wichtig ist vor allem, dass sie ihre spezifischen Probleme in einer ihnen gerecht werdenden Form artikulieren können und dass diese von Entscheidungsträger der Stadt ernst genommen werden.Innerhalb der Projektgruppe kamen wir zum Ergebnis, dass die Gründung eines Jugendparlaments in Freising ohne aktive Einbeziehung der Betroffenen nicht zielführend ist, da Unsicherheit besteht, ob und wenn ja, in welcher Form die Jugend aktive Mitwirkung in Form eines Parlaments wünscht bzw. inwieweit sie in der Lage ist, sich entsprechend zu organisieren.Daher hat die Projektgruppe beschlossen, in einem ersten Schritt sog. "Jugendversammlungen" zu veranstalten. Hierbei sollen die Jugendlichen zu Wort kommen und sich äußern, welche Art von Beteiligung sie sich wünschen und welche Themen ihnen auf den Nägeln brennen.Wir als Erwachsene wollen den Jugendlichen kein fertiges Konstrukt in Form eines Jugendparlaments vorsetzen. Stattdessen sollen sie selbst entscheiden, in welcher Form sie sich beteiligen möchten. Wichtig ist dabei, dass wir möglichst die gesamte Bandbreite der Jugendlichen ansprechen und zu einer Teilnahme motivieren.
Der Projektgruppe war wichtig, möglichst unterschiedliche Gruppen anzusprechen, um zu vermeiden, dass sich jemand von vornherein ausgeschlossen fühlt. Deshalb wurden verschieden Veranstaltungsorte und -tage gewählt. Neben der Versammlung auf dem Uferlos finden am 8.4. im Rathaus, am 10.4. im Tollhaus Lerchenfeld und am 12.5. im Szenekulturforum der Steinkaserne jeweils um 18:00 Uhr 3 weitere Versammlungen statt..
Herr Oberbürgermeister Dieter Thalhammer unterstützt die Idee der Jugendversammlungen. Er wird nach Möglichkeit an allen vier Versammlungen persönlich teilnehmen, um den jungen Menschen Rede und Antwort zu stehen. Bereits im November 2009 hat er sich an alle Freisinger Schulen gewandt und um Unterstützung für das Projekt geworben.
Uwe Dörnhöfer












